Freelancer-Stundensatz-Rechner
Berechne deinen Stunden- und Tagessatz als Freelancer auf Basis deines Wunscheinkommens und unter Berücksichtigung von Steuern, Urlaub, Feiertagen und abrechenbaren Stunden.
Alle Felder aktualisieren das Ergebnis live. Verschiebe die Regler oder tippe direkt ein.
Auszeiten & Stunden pro Tag 15 Urlaub · 10 Feiertage · 8 h/Tag
Was du bei gängigen Sätzen verdienst
Mit deinen aktuellen Stunden- und Steuereinstellungen| Stundensatz | Brutto / Jahr | Nach Steuern | Täglich | Monatlich (netto) |
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Wie die Zahl zustande kommt
Vollständige numerische Aufschlüsselung anzeigen
| Posten | Wert |
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Formel
Vier Schritte vom Wunschnetto zum empfohlenen Stundensatz.
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1
Auf Brutto hochrechnen
Brutto-Einkommen = Wunsch-Einkommen ÷ (1 − Steuersatz)Du erhältst Brutto-Einnahmen und zahlst daraus die Steuern. Rechne rückwärts vom gewünschten Netto.
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2
Nicht-Arbeitstage abziehen
Arbeitstage = 260 − Urlaub − FeiertageEin Standardjahr hat 260 Werktage. Ziehe die Tage ab, an denen du nicht arbeitest.
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3
Nicht-abrechenbare Zeit berücksichtigen
Abrechenbare Stunden = Arbeitstage × Stunden/Tag × abrechenbar %Admin, Marketing, Rechnungsstellung und Pausen fressen Zeit. Nur ein Teil wird zu abrechenbaren Stunden.
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4
Teilen, um den Stundensatz zu erhalten
Stundensatz = Brutto-Einkommen ÷ abrechenbare StundenAlles, was dein Geschäft verdienen muss, verteilt auf die Stunden, die ein Kunde tatsächlich bezahlt.
Mit deinen Zahlen eingesetzt
- Wunsch-Einkommen
- Jährliches Nettoeinkommen nach Steuern — der Betrag, der wirklich auf deinem Konto landet.
- Steuersatz
- Einkommensteuer plus Selbständigen-/Sozialabgaben kombiniert. Variiert je nach Land und Einkommensstufe.
- Abrechenbar %
- Anteil der Arbeitszeit auf abrechenbare Kundenarbeit (vs. Admin, Marketing, Vertrieb, Lernen).
Beispiele
So funktioniert's
1. Hochrechnung auf Brutto: Freelancer zahlen Selbständigensteuer (in den USA 15,3 %) plus Einkommensteuer. Möchtest du 80.000 € netto und beträgt dein kombinierter Steuersatz 30 %, brauchst du 80.000 € ÷ (1 − 0,30) = 114.286 € brutto.
2. Nicht-Arbeitstage: Ein Jahr hat 260 Werktage. Ziehe Urlaub und Feiertage ab, um die tatsächlichen Arbeitstage zu erhalten. Mit 15 Urlaubstagen und 10 Feiertagen sind das 235 Arbeitstage.
3. Abrechenbare Stunden: Nicht jede Arbeitszeit ist abrechenbar. Admin, Marketing, Rechnungsstellung, Weiterbildung und Akquise verschlingen typischerweise 25–30 % der Zeit. Bei 75 % abrechenbar: 235 Tage × 8 Stunden × 75 % = 1.410 abrechenbare Stunden.
4. Endgültiger Satz: Brutto-Einkommen ÷ abrechenbare Stunden = Stundensatz. 114.286 € ÷ 1.410 = 81,06 €/Stunde.
Die meisten neuen Freelancer unterbieten sich, weil sie ihr Wunsch-Einkommen einfach durch 2.080 Stunden teilen und Steuern, Auszeiten und nicht abrechenbare Arbeit ignorieren.
Tipps & bewährte Praxis
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Stundensatz so viel höher als ein Gehalts-Äquivalent?
Angestellte erhalten Zusatzleistungen (Krankenversicherung, Altersvorsorge, Urlaub, Lohnnebenkosten) im Wert von 20–40 % des Gehalts. Freelancer müssen all das selbst tragen und haben zusätzlich nicht abrechenbare Zeit. Ein Stundensatz von 80 €/Std. entspricht grob einer 100.000–120.000-€-Anstellung.
Welchen abrechenbaren Anteil sollte ich nutzen?
75 % sind ein guter Ausgangspunkt für etablierte Freelancer. Neue Freelancer sollten 50–60 % ansetzen, um mehr Zeit für Marketing und Akquise einzuplanen. Agenturen zielen für ihre Teams meist auf 65–80 %.
Soll ich nach Stunden oder Tagen abrechnen?
Tagessätze passen gut für Vor-Ort-Einsätze oder ganztägige Engagements. Stundensätze sind besser für projektbasierte Arbeit oder bei variierendem Umfang. Viele Freelancer bieten beides an, wobei der Tagessatz dem 7- bis 8-fachen des Stundensatzes entspricht (kleiner Rabatt für die Bindung).